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Das Tagebuch: Tag 1

Donnerstag, der Wettkampf beginnt.

Donnerstag, der Wettkampf beginnt 07.00 Uhr, das BERNEXPO-Gelände erwacht langsam. Die Rolltreppen laufen, und ab und zu befördern sie jemanden. Schon eine ganze Weile läuft der Staubsauger auf dem Stand der Plattenleger – hier gibt’s den letzten Schliff.
Die 3 Kandidatinnen und 17 Kandidaten tauchen langsam auf, ihre Gesichter verkünden eine zurückhaltende Nervosität... Chefexperte Roger Dähler beantwortet Fragen, gibt letzte Instruktionen.
09.00 Uhr: Start zum Wettbewerb. Die Plattenlegerinnen und Plattenleger konnten am Vortag ihren Arbeitsplatz einrichten und sich bereits mit der Wettbewerbsaufgabe auseinandersetzen. Diese wird jetzt aber in einer um 30 Prozent veränderten Version präsentiert. Das Sujet beinhaltet die Schweizer- und Berner Wappenfarben, die brasilianischen Farben inklusive Zuckerhut (die Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro ruft!) sowie für die Bodenplatten die aktuelle Jahrzahl.



Volle Konzentration an den Arbeitsplätzen, während Schulklasse um Schulklasse vorbeipilgert, neugierig stehen bleibt, mit den Glasmosaiksteinen spielt. Den Schülerinnen und Schülern ist allerdings nicht anzumerken, ob sie der Faszination der Keramik erliegen werden – die gruppendynamischen Hebelmechanismen bestimmen bei den einen das Verhalten. Tatsache aber ist: Dass die Besucher die Platten in die Hand nehmen können und den Arbeitsfortschritt live verfolgen können, hält sie gefangen. «Mein Grossonkel war Plattenleger, aber der arbeitete noch mit viel einfacheren Hilfsmitteln», meint eine Dame voller Staunen über die heutigen Geräte.


14.30 Uhr. Bundesrat Johann Schneider-Ammann und rund die Hälfte der Mitglieder der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur statten dem SPV-Stand ihren Besuch ab. Zentralpräsident Silvio Boschian, Roger Dähler und Geschäftsführer Andreas Furgler erläutern dem Bundesrat und den Parlamentariern das Prozedere des Wettbewerbs. Ihren Gesichtsausdrücken nach zu schliessen, sind sie beeindruckt und es bleibt zu hoffen, dass sie ihr politisches Netzwerk für die  tatkräftige Unterstützung des vielgelobten dualen Bildungssystems einsetzen werden.


Und unsere Kandidatinnen und Kandidaten? Sie sind nach wie vor voll in ihre Arbeit vertieft – es ist spannend zu sehen, wer die Aufgabe wie anpackt und wie die Fortschritte sichtbar werden.