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Das Tagebuch: Tag 2

Ab in die dritte Dimension

Freitagmorgen – Tram, Bus, Reisecars leeren sich am Guisanplatz vor dem Eingang zum SwissSkills-Gelände. Gestern waren es rund 20'000 Schülerinnen und Schüler (plus unzählige weitere Personen, die Rede ist von total rund 50'000 Besuchern pro Tag), heute werden es mindestens ebenso viele sein. Ungezählt sind alle die, die am SPV-Stand den Kletterturm besteigen, aber sie sorgen für dauernden Hochbetrieb. An den 20 Arbeitsplätzen der Plattenlegerinnen und Plattenleger geht es konzentriert zu und her – die Arbeiten nehmen langsam Gestalt an.


«Da sieht man etwas»
Wie gefesselt stehen die Herren am Stand und beobachten, wie die Kandidaten an ihren Arbeitsplätzen hantieren. «Bei euch sieht man etwas, und man kann den Fortschritt der Arbeiten beobachten», meinen sie anerkennend – und sie meinen damit die Darbietung der Handwerker wie auch die Präsentation der Plattenleger. Als Metallbauer kommen auch sie aus einer Branche, deren Arbeit sichtbar ist, und schnell sind sie mit Experte Peter Lageder ins Gespräch vertieft.


«Etwas mit Kopf»
«Was braucht es für einen Schulabschluss, um Plattenleger zu lernen?» fragen zwei Schüler aus der Ostschweiz. Und gleich die Folgefrage: «Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?» Nicole Ott erklärt, bis die beiden zufrieden sind und zurück an die Banden stehen, dort wo sie den Plattenlegerinnen und –legern zuschauen können. «Eine schöne Arbeit, da kann man viel Verschiedenes mit den Händen, mit Materialien und Farben machen», meinen sie, «und dann auch noch mit dem Kopf.»


Strategien
Zuschauerinnen und Zuschauer haben unterschiedliche Strategien, wie sie die Arbeit der Plattenleger verfolgen. Die einen (siehe oben) lassen sich ganz in den Bann eines Kandidaten ziehen, andere ziehen umher und vergleichen. So kristallisieren sich dann die häufigst gestellten Fragen heraus: Haben alle gleichzeitig angefangen? Warum sieht man bei den einen noch fast nichts? Was ist mit dem Schweizerkreuz – warum haben die einen das vergessen? Die Antwort ist einfach: Es gibt halt unterschiedliche Strategien... Im Laufe des Nachmittags dann gehen den verschiedenen Zuschauern die Augen erst richtig auf: Der eine und andere Kandidat konstruiert das Schweizerkreuz, und plötzlich steht die dritte Dimension im Raum.